Ersttrimesterscreening in der Schwangerschaft

von | Mai 20, 2025

Als werdende Mama möchtest Du natürlich alles dafür tun, um Deinem Baby den besten Start ins Leben zu ermöglichen. Dazu gehört auch, gut informiert zu sein und die richtigen Entscheidungen zu treffen, auch wenn es um medizinische Untersuchungen geht. Das Ersttrimesterscreening ist eine dieser Untersuchungen, die Dir und Deinem Arzt wichtige Einblicke geben kann.

Was ist das Ersttrimesterscreening?

Das Ersttrimesterscreening ist eine spezielle Untersuchung, die zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche gemacht wird. Es kombiniert eine Blutuntersuchung mit einer Ultraschalluntersuchung, um bestimmte Chromosomenstörungen Deines Babys zu erkennen. Viele Eltern entscheiden sich dafür, weil es frühzeitig Hinweise auf die Gesundheit des Babys geben kann.

Du sorgst Dich vielleicht, ob diese Untersuchung notwendig ist. Das Ersttrimesterscreening kann Dir helfen, mehr Sicherheit zu gewinnen und Dich auf mögliche nächste Schritte vorzubereiten.

Was kann das Screening aufdecken?

Das Ersttrimesterscreening ist darauf ausgelegt, Anzeichen für bestimmte genetische Störungen zu erkennen. Besonders häufig analysiert werden:

  • Trisomie 21 (Down-Syndrom): Diese Chromosomenstörung ist eine der bekanntesten und betrifft die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes.
  • Trisomie 18 und Trisomie 13: Diese seltenen Störungen können schwerwiegende Entwicklungsprobleme verursachen.
  • Andere Auffälligkeiten: Abweichungen in der Entwicklung wie Herzfehler oder ein erhöhtes Nackentransparenzmaß (eine Ansammlung von Flüssigkeit im Nackenbereich des Babys) können ebenfalls Hinweise auf mögliche Komplikationen sein.

Es ist wichtig zu wissen, dass dieses Screening keine endgültige Diagnose liefert, sondern lediglich eine Risikoabschätzung gibt. Aber es kann ein wertvoller erster Schritt sein, um mehr Klarheit zu erhalten.

Wie funktioniert das Screening?

Das Ersttrimesterscreening besteht aus zwei Teilen:

  1. Blutuntersuchung: Dein Blut wird auf spezifische Hormone und Proteine untersucht, die mit der Entwicklung des Babys zusammenhängen. Diese Werte unterscheiden sich, je nachdem, ob ein erhöhtes Risiko für Chromosomenstörungen vorliegt.
  2. Ultraschalluntersuchung: Hier wird vor allem die sogenannte Nackentransparenz gemessen. Der Arzt schaut, ob sich ungewöhnlich viel Flüssigkeit im Nackenbereich Deines Babys befindet. Auch die Größe und Entwicklung des Babys werden überprüft.

Beide Ergebnisse werden in Relation zu Deinem Alter und anderen individuellen Faktoren gesetzt. Daraus entsteht eine Wahrscheinlichkeit, ob ein Risiko für bestimmte Störungen besteht.

Wie genau ist das Ersttrimesterscreening?

Die Frage nach der Genauigkeit ist natürlich verständlich und wichtig. Grundsätzlich wird das Ersttrimesterscreening als sehr genau angesehen, aber es gibt einige Dinge zu beachten:

  • Es handelt sich um ein Screening, keine Diagnose. Das bedeutet, dass Dir die Ergebnisse lediglich sagen, wie hoch das Risiko für bestimmte Störungen ist.
  • Die Genauigkeit kann je nach Alter, Gewicht, und anderen Faktoren variieren. Besonders bei Frauen unter 35 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit für einen „falschen Alarm“ eher gering, während die Präzision bei älteren Schwangeren leicht abnehmen kann.

Falls das Screening auf ein erhöhtes Risiko hinweist, können weiterführende Tests wie eine Fruchtwasseruntersuchung oder ein Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT) ins Spiel kommen. Besprich immer mit Deinem Arzt, welche Tests für Dich sinnvoll sind.

Was passiert nach dem Screening?

Die Ergebnisse des Ersttrimesterscreenings können verschiedene Hinweise liefern. Wenn alles unauffällig ist, kannst Du beruhigt in die kommenden Wochen und Monate schauen. Sollten Auffälligkeiten festgestellt werden, wirst Du nicht allein gelassen.

  • Beratungsgespräch: Dein Arzt wird die Ergebnisse ausführlich mit Dir besprechen und alle offenen Fragen klären.
  • Weitere Tests: Falls notwendig, kannst Du Dich für weiterführende Untersuchungen wie eine Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung entscheiden. Diese bieten in der Regel genauere Ergebnisse.
  • Emotionale Unterstützung: Nicht selten sind die Ergebnisse herausfordernd. Viele Praxen oder Kliniken bieten psychologische Betreuung an, um Dich in dieser Zeit zu begleiten.

Das Wichtigste ist, dass Du weißt, dass Du nicht allein bist. Dein Arzt und andere Experten stehen Dir zur Seite, um den besten Weg für Dich und Dein Baby zu finden.

Warum das Ersttrimesterscreening eine wertvolle Untersuchung ist

Das Ersttrimesterscreening bietet werdenden Eltern frühzeitig wertvolle Informationen über die Gesundheit ihres Babys. Es hilft, besser vorbereitet zu sein und mögliche Risiken rechtzeitig in Angriff zu nehmen. Natürlich ist jede Schwangerschaft individuell, und nicht jede werdende Mutter wird sich für diese Untersuchung entscheiden. Aber wenn Du gerne ein wenig mehr Klarheit und Sicherheit in Deinem ersten Trimester haben möchtest, kann diese Untersuchung der richtige Schritt sein.

Sprich mit Deinem Arzt über das Ersttrimesterscreening, die Kosten und ob es für Dich und Dein Baby Sinn macht. Gemeinsam könnt Ihr die beste Entscheidung für Euch treffen.

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